
14.September 1919
Die Gründung des Vereins fand am
14.September 1919 durch Verschmelzung des F.K.Viktoria (gegr.1910)
und F.C.Germania (gegr.1915) statt.
Ein kurzer Rückblick über die Ereignisse von 1919:
Die Nationalversammlung in Weimar nimmt die von Hugo Preuß
entworfene Verfassung des Deutschen
Reiches mit demokratisch-republikanischer Regierungsform an. Not und Elend sind
riesengroß in Deutschland.
Der Kaiser sitzt im Exil in Holland. Von dem lauten Hurra-Patriotismus, der in Deutschland
vor dem 1.Weltkrieg
den Ton bestimmt hat, ist nichts mehr zu spüren.
Kleinlaut registrieren die Menschen, daß die
Siegesgewißheit (Viktoria=Sieg) des Vaterlandes (Germania=
Deutschland) einer Ernüchterung Platz machen mußte, die nur bei einem Teil der
Gesellschaft keine Wirkung hatte.
Einigen Männern, seien sie nun enttäuscht aus dem Krieg
zurückgekehrt oder hatten sie die Not der schrecklichen
Kriegsjahre in der Heimat miterlebt, stand zwar der Sinn nach sportlicher Betätigung auf
dem Fußballplatz, jedoch
war ihnen der Geschmack am Tschingderassabum mit Viktoria und Germania gründlich
verlorengegangen. Da er-
scheint auch logisch, daß man auch dem Verlust vieler gefallener Sportkameraden Rechnung
trug und die per-
sonell geschrumpften Vereine unter dem einfachen Namen `Sportverein`zusammenführte.
*
Auch der Sportplatz hat seine
Geschichte. So berichtete der ehemalige Vorsitzende und spätere Ehrenvorsitzende
Philipp Klein, daß nach der Stabilisierung der Währung in den 20er
Jahren für den Verein bessere Zeiten ange-
brochen seien.
Nach langen Verhandlungen wurde dem Verein vom Gemeinderat
die Prall als Sportplatz verpachtet."Alle die
etwas helfen konnten, unter anderem eine Schar Bauern mit ihren Pferden, an der Spitze
Herr Franz Schuth,
stellten sich bei dem Bau des Sportplatzes zur Verfügung. Albert Zimmermann,
damals Torwächter, schmiedete
beim Schlossermeister Gradinger die Fußballtore", so Ph. Klein.
"Der Platz war damals entlang dem Wildpark,
wo heute das Sportheim steht".
Mitte der 70er Jahre, wurde der `Waldsportplatz` zum Problem.
Zum einem wurde er für den anfallenden Spiel-
betrieb zu klein, zum anderen entwickelte er sich in den Sommermonaten immer mehr zum
`Staubacker`.
In den Gonsenheimer Nachrichten hieß es am 2.August
1974:
"Beim Fußball geben sich sieben Jugendmannschaften,
drei aktive Mannschaften und eine Damenmannschaft
ständig ihr Stelldichein. Dazu kommen fünf Jugendhandballmannschaften und eine Elf
der aktiven Handballer......
Während kleiner Vororte von Mainz längst ihre Bezirkssportanlage mit
ausreichenden Übungs- und
Wettkampfplätzen zur Verfügung haben, quält man sich in
Gonsenheim noch immer auf dem einen Platz herum".
Fußballgeschichte: SG Gonsenheim
(Quelle: Wikipedia Lexikon)
http://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Meister_%28Fu%C3%9Fball%29_1947/48
Im dritten Jahr nach dem Kriege wurde in Deutschland nach drei Jahren Pause erstmals wieder eine Deutsche Meisterschaft ausgetragen. Diese erste Nachkriegsmeisterschaft war zugleich die letzte gesamtdeutsch konzipierte Meisterschaft und wurde wie auch die Titelkämpfe zuvor in Form einer Endrunde ausgetragen. Vorgesehen war ein Wettbewerb mit acht Mannschaften im K.O.System, wobei die Spiele auf neutralem Boden ausgetragen werden sollten. Teilnahmeberechtigt waren die Meister der 4 Besatzungszonen sowie Berlins. Dazu kamen die Vizemeister der Britischen, Amerikanischen und Französischen Besatzungszone.
Als Konsequenz auf die Ansetzung einer Deutschen Meisterschaftsendrunde wurde in der dritten Nachkriegssaison nun auch zum ersten Mal in der Sowjetischen Besatzungszone ein Meister ermittelt. Diese erste "Ostzonenmeisterschaft" wurde in Form einer Endrunde ausgetragen, an der jeweils 2 Vertreter aus den 5 Ländern, also insgesamt 10 Teams teilnahmen. Da bis dato nur in den Ländern Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg Landesmeisterschaften ausgetragen worden waren, mussten in den Ländern Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen, in denen bisher nur Bezirksmeisterschaften ausgespielt wurden, kurzfristig Qualifikationsrunden angesetzt werden, in denen die zwei Landesvertreter ermittelt wurden; Sieger der Meisterschft in der SBZ wurde die SG Planitz aus Sachsen.
In den westdeutschen Besatzungszonen nahm in dieser Saison die Oberliga-Landschaft der kommenden Jahre endgültig Gestalt an. Denn nach der Amerikanischen und der Französischen Besatzungszone sowie Berlin wurde nun auch in der Britischen Besatzungszone in Fußballoberligen gespielt. In Anlehnung an die traditionellen Bereiche des Norddeutschen und des Westdeutschen Fußballverbandes vor 1933 wurden die Oberliga Nord (Länder Niedersachsen, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein) und West (Land Nordrhein-Westfalen) geschaffen. Das damit geschaffene Meisterschaftssystem im westdeutschen Fußball (inkl. Westberlin) mit 5 Oberligen als höchster Spielklasse und einer Meisterschaftsendrunde sollte mit nur geringfügigen Veränderungen bis 1963 bestehen.
Da die Qualifikation zur DM-Endrunde in dieser Saison jedoch noch über die Zonenmeisterschaften lief, musste zum letzten Mal in der Britischen Zone eine solche Meisterschaft ausgetragen werden. Dies geschah genau wie in der Vorsaison in einer Meisterschaftsendrunde mit acht Mannschaften. Qualifiziert waren die jeweils vier bestplatzierten Teams der Oberligen Nord und West.
Die als gesamtdeutsch konzipierte Deutsche Meisterschaft wurde dann jedoch von den politischen Ereignissen in Deutschland überholt. Vier Wochen vor dem Start der Meisterschaftsendrunde wurde am 21. Juni 1948 in den drei Westzonen die Währungsreform durchgeführt; ein entscheidender Schritt zur deutschen Teilung war damit vollzogen. Es kam zu erheblichen Spannungen zwischen den drei Westalliierten und den Sowjets, die u.a. auch zum Rückzug der SG Planitz führte. Dadurch wurde die letzte gesamtdeutsche Meisterschaft auch zum ersten westdeutschen Titelkampf. Bis zum Jahr 1991 sollte es nun jährlich zwei deutsche Meister geben. Erster deutscher (westdeutscher) Nachkriegsmeister wurde der 1. FC Nürnberg, der damit seinen bereits 7. Titelgewinn feierte und damit wieder alleiniger Rekordtitelträger (vor FC Schalke 04) wurde.
Warum SG Gonsenheim? -> Der SV Gonsenheim war nach dem Krieg mit
den Gonsenheimern Turnvereinen in
der Sportgemeinschaft (SG) zusammengeschlossen, was von den Franzosen gefordert wurde.
Später haben sich die Vereine wieder getrennt und sind zu ihren früheren Vereinsnamen
zurückgegangen.
Tabelle von 1947/48
Abschlusstabelle der Oberliga Südwest, Staffel Nord
Meisterschaft in der Französischen Besatzungszone
Sp. g u v Tore Pkte. 1. 1. FC Kaiserslautern (M) 26 23 02 01 151:18 48: 4 2. 1. FC Saarbrücken 26 20 03 03 73:22 43: 9 3. SpVgg Neuendorf 26 19 02 05 74:36 40:12 4. Borussia Neunkirchen 26 18 02 06 109:36 38:14 5. Wormatia Worms 26 14 04 08 80:51 32:20 6. FK Pirmasens (N) 26 12 03 11 56:54 27:25 7. VfL Neustadt/W. (N) 26 12 02 12 46:67 26:26 8. 1. FSV Mainz 05 26 08 09 09 36:49 25:27 9. SV Saarbrücken (N) 26 10 05 11 42:64 25:27 10. Phönix Ludwigshafen 26 08 05 13 32:57 21:31 11. SuSG Völklingen (N) 26 03 04 19 31:89 10:42 12. SG Gonsenheim (N) 26 04 02 20 33:99 10:42 13. FSV Trier-Kürenz 26 03 04 19 24:95 10:42 14. SV 1910 Andernach 26 04 01 21 31:81 9:43